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Größter Dating-Betrugsskandal: 700.000 Opfer

Insgesamt rund 700.000 Singles in Deutschland sind Opfer von Online-Kriminellen geworden. Das hat die Staatsanwaltschaft Kiel gegenüber SpiegelTV berichtet. Mit gefälschten Profilen und kostenpflichtigen SMS erbeuteten die Betrüger rund 70 Millionen Euro.

Die Masche ist ganz einfach: Die Täter stellten frei erfundene Profile von gutaussehenden Frauen bei kostenlosen Singlebörsen online und starteten das Flirten. Wenn ein Mann Interesse zeigte, gaben die virtuellen Damen ihre Handy-Nummern heraus. Der Trick: bei den Telefonnummern handelt es sich um kostenpflichtige SMS-Chats, der Mann auf Partnersuche zahlt also für jede SMS, die er sendet.

Das Prinzip ist alt und bekannt, neu ist allerdings das Ausmaß: Uwe Wick von der Oberstaatsanwaltschaft Kiel berichtet gegenüber SpiegelTV, dass rund 700.000 Männer um insgesamt 70 Millionen Euro betrogen wurden. Und auch die Professionalität hat ein neues Niveau erreicht: die Betrüger hatten sich einen großen Geschäftsbetrieb eingerichtet. Die beschuldigte Mintnet GmbH hatte große Büroflächen in Flensburg mit Blick auf die Ostsee gemietet, gegen insgesamt 150 Verdächtige wird ermittelt.