- Frauen/Männer:49% zu 51%
- Mitglieder:5.600.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete Singles
- Frauen/Männer:53% zu 47%
- Mitglieder:2.800.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete User
- Frauen/Männer:43% / 57%
- Mitglieder:6.000.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 19,95€ p.m.
- Zielgruppe:Jugendliche
Partnersuche endet im Knast
Nach der Hochzeitsanzeige kam die Strafanzeige. Millionenerpresser Thomas Wolf ist aufgeflogen, weil er mit einer Annonce im Hamburger Abendblatt eine Frau fürs Leben gesucht hat. Mit dem recht einfachen Text “sportlich, kultiviert, selten langweilig” und seiner Chiffre-Nummer hatte er auch eine Hamburgerin für sich begeistern können.
Anfang Mai gab es ein erstes Date, beim zweiten Rendezvous allerdings wurde er unvorsichtig: Wolf eröffnete seiner Herzensdame,dass er Probleme mit der Polizei habe und Hilfe bei der Anmietung einer Wohnung brauche. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass er selber viel Bargeld habe. Dabei verriet er natürlich nicht, dass es sich um die 1,8 Millionen Euro handelte, die er bei einer Entführung erbeutet hatte. Die Frau gab einen Hinweis an die Polizei, die Wolf am Wochenende festnahm. Nun darf sich die Partnersuchende wohl auf die Belohnung von 100.000 Euro freuen, die auf die Ergreifung Wolfs ausgesetzt waren.
Obwohl es sich hierbei um eine Zeitungsannonce handelt, lässt sich aus diesem Ereignis auch viel für die Internet-Partnersuche lernen.Partnerbörsen-Watchblog sagt Ihnen, wie Sie wichtige Fehler vermeiden können.
Wenn Sie Schwerverbrecher sind, nutzen Sie nach Möglichkeit Singlebörsen, die Ihre Anonymität schützen wie zum Beispiel Parship,ElitePartner oder Be2. Damit Ihre Beziehung langfristig Erfolg hat, sollten Sie von Anfang an Lügen vermeiden. Trotzdem: Berufsangaben wie “Räuber” oder “Einbrecher” senken Ihre Chancen bei den meisten Singles dramatisch. Wählen Sie lieber Formulierungen, die zwarungenau, aber ehrlich sind, zum Beispiel statt “Entführer” besser “Personalrückvermittlung” oder statt “Bankräuber” lieber “Tätigkeit im Bankgewerbe”. Vor dem ersten Rendezvous sollten Sie sich unbedingt informieren, ob die Polizei eine Belohnung auf Ihre Ergreifungausgesetzt hat. Falls ja, stellen Sie der Dame Brillanten im doppelten Wert in Aussicht, dem Herrn Autos in entsprechender Preislage.
Wenn Sie kein Schwerverbrecher sind, aber gerne das zusätzliche Einkommen von einem Kopfgeld haben wollen, achten Sie besonders auf die Beschreibung anderer Singles. Der Anzeigentext von Thomas Wolf bietet dafür gutes Anschauungsmaterial: “sportlich, kultiviert,selten langweilig”. “Sportlich” kann auf eine langjährige Flucht vor der Polizei hindeuten, gerade wenn diese, wie im Fall Wolf, vor allen Dingen zu Fuß und per Fahrrad erfolgte. Vorsicht! Der Begriff “sportlich” wird teilweise auch von unbescholtenen Singles verwendet. Die Formulierung “selten langweilig” hingegen ist immer verdächtig. Damit werden meist Verfolgungsjagden mit der Kripo, nervenaufreibende Geldübergaben und Ähnliches umschrieben. Überlegen Sie vor dem ersten Date: Falls Ihr Rendezvous mit einer Entführung endet – würde die Belohnung auf die Ergreifung Ihres Schwarms größer sein als das vorraussichtliche Lösegeld, dass Ihre reichen Eltern im Falle einer Entführung an Ihren Traumpartner zahlen müssten? Wenn nicht, treffen Sie lieber einen Single, der legal Millionär geworden ist und heiraten Sie möglichst schnell.
Spaß beiseite: Im Internet treiben sich viele schräge Vögel rum und einige davon auch auf den Seiten der Partnervermittlungen. Seien Sie also äußerst vorsichtig mit privaten Informationen – verraten Sie nicht Ihren Nachnamen, geben Sie Ihre Telefonnummer nur heraus, wenn diese nicht im Telefonbuch zusammen mit Ihrem vollen Namen und Adresse steht und verabreden Sie das erste Treffen auf jeden Fall an einem öffentlichen, belebten Ort. Ab dem ersten Kennenlernen bleiben Sie vorsichtig und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl!




