- Frauen/Männer:49% zu 51%
- Mitglieder:5.600.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete Singles
- Frauen/Männer:53% zu 47%
- Mitglieder:2.800.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete User
- Frauen/Männer:43% / 57%
- Mitglieder:6.000.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 19,95€ p.m.
- Zielgruppe:Jugendliche
eDarling: Gratis-Börsen keine ernsthafte Konkurrenz
eDarling rechnet nicht mit ernstzunehmender Gratis-Konkurrenz bei den Singlebörsen. Das sagte eDarling-Gründer Kai Rieke im Interview mit Partnersuche.org. Außerdem äußerte Rieke sich über sein Verhältnis zum früheren Arbeitgeber Parship, zum Mintnet-Betrugsfall und zur Einmischung der eDarling-Eigner: die Samwer-Brüder.
Herr Rieke, Sie haben ja früher selber bei Parship gearbeitet, wo überwiegend Akademiker auf Partnersuche gehen, jetzt haben Sie mit eDarling eine Jedermann-Partnervermittlung gegründet. Inwieweit verhalten sich die Mitglieder anders?
Das ist ganz spannend zu beobachten – die Mitglieder verhalten sich überhaupt nicht anders. Das Flirten, die Profile, der Kontakt mit dem Kundenservice, das ist alles nahezu das gleiche, man merkt keinen Unterschied im Publikum. Und im Moment haben wir auch eine sehr gemischte Struktur, weil die Leute sich freuen, das eDarling so günstig ist. Außerdem haben wir ein viele Features, die frischer sind und die Kontaktaufnahme der Nutzer untereinander sowie Kommunikation vereinfachen. So melden sich jeden Tag viele neue Singles bei uns an, und jedes Profil wird von Hand geprüft.
In Flensburg ist ja die Mintnet GmbH aufgeflogen, die haben Geld damit verdient, dass sie andere Singles in Flirts verwickeln und dann auf Bezahl-Nummern anrufen ließen. Wie schützen Sie sich dagegen?
Was die Mintnet GmbH gemacht hat, ist die schlichtweg Abzocke. Wir verurteilen das kriminelle Verhalten der Mintnet-Gmbh und versuchen einem solchen Missbrauch entgegenzuwirken, indem wir alle Neuanmeldungen per Hand durch Experten prüfen lassen. Mit der Zeit bekommen unsere Mitarbeiter einen ziemlich guten Blick dafür, welche Profile wahrheitsgemäße Angaben enthalten und welche nicht. Der große Betrug hier war auch, das die Profile von der Firma Mintnet selbst gefälscht wurden. Der ganze Geschäftsbetrieb war nur darauf ausgelegt.
Wie war denn die Gründungsgeschichte von eDarling? Sind erst die Jamba-Brüder zu Ihnen gekommen, um etwas neues zu starten, oder war die Gründung Ihre Idee und Sie haben sich gezielt Investoren gesucht?
Das lief alles Hand-in-Hand. Die Samwers und wir vom Gründerteam hielten den Wachstumsmarkt Online-Partnervermittlung für ein spannendes Thema, dass man noch mal genauer beleuchten sollte. Die 50 Leute, die wir heute sind, fanden sich alle so nach und nach zusammen, einige kommen aus der Branche, einige kommen aus dem Jamba-Umfeld, das ja auch schon mit iLove eine Dating-Plattform aufgebaut hatte.
Partnervermittlungen und Kontaktanzeigen-Portale werden sich ja immer ähnlicher: Es gibt inzwischen Partnervermittlungen, bei denen man völlig frei in den Profilen surfen kann, andererseits versuchen sich auch die Kontaktanzeigen-Portale in Hilfen bei der Partnersuche mit Persönlichkeitstests. Wenn die Märkte für Kontaktanzeigen und für Partnervermittlung zusammenrücken, wird der Markt dann nicht zu eng für noch ein neues Angebot wie eDarling?
eDarling positioniert sich ganz klar und abgegrenzt als Partnervermittlung, bei uns kann man auch nicht einfach in allen Profilen rumsurfen. Vielmehr schlägt eDarling den Mitgliedern ganz gezielt Singles vor, die zu ihrer Persönlichkeit passen.
Wenn Partnervermittlungen und Kontaktanzeigen näher zusammenrücken, dann nur so, dass die Kontaktanzeigen eher ein bisschen in Richtung der Partnervermittlungen rücken. Auf diesem Markt sind wir schon sehr erfahren und haben Expertise. Für uns ist auf jeden Fall noch Luft.
Wie wollen Sie mit aufkommender kostenlos-Konkurrenz umgehen?
Sicherlich wird es früher oder später große kostenlose Partnerbörsen geben, aber für eine qualitativ hochwertige Vermittlung braucht man ein großes Team mit guten Psychologen und Programmierern, das muss auch bezahlt werden. Deswegen denke ich, dass aktuell eine gute gratis-Partnervermittlung nicht möglich ist. Sehen Sie, Partnervermittlung gibt es seit dem Jahr 2000, es gibt immer noch keine ernst zu nehmende kostenlose Konkurrenz, da wird auch lange noch nichts kommen.
Wie steht es denn mit den Samwers? Reden die konkret mit?
Natürlich gibt es einen ständigen Dialog zu neuen Ideen oder unternehmensbezogenen Veränderungen. Dennoch wird das operative Geschäft kaum von den Samwers beeinflusst.
Alexander Samwer steckt ja nicht nur bei eDarling mit drin, sondern ist auch Miteigentümer bei Parship. Hat das nicht Potential für einen Interessenskonflikt, wenn ein Unternehmer verschiedene Konkurrenten unterstützt?
Ach, das kommt natürlich auch mal vor, dass Investoren Anteile an zwei konkurrierenden Unternehmen halten, aber ich denke, da besteht auch im Kopf eine Trennung. Sonst würde ja jede Information direkt an die Konkurrenz weiterwandern – wenn wir herausgefunden haben, was gut funktioniert und umgekehrt.
Sie waren früher bei Parship, jetzt haben Sie sich selbstständig gemacht und sind direkte Konkurrenz. Wie ist denn da das Verhältnis zu den ehemaligen Kollegen?
Das ist sehr gut. Absolut. Wenn man einmal kollegial und freundschaftlich miteinander umgeht, dann führt man das auch so fort. Eine gewisse Fluktuation ist im Online-Geschäft ist ja nicht unüblich. Dennoch hat dies meine persönliche Beziehung zu den ehemaligen Kollegen nicht negativ beeinflusst.




