- Frauen/Männer:49% zu 51%
- Mitglieder:5.600.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete Singles
- Frauen/Männer:53% zu 47%
- Mitglieder:2.800.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 29,90€ p.m.
- Zielgruppe:gebildete User
- Frauen/Männer:43% / 57%
- Mitglieder:6.000.000
- Kostenlos:teilweise
- Premium:ab 19,95€ p.m.
- Zielgruppe:Jugendliche
Cyberuntreue – Partnersuche der anderen Art
Menschen durch das Internet kennen zu lernen, ist mittlerweile fast schon normal. Laut BITKOM, dem Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuer Medien e.V., sind bereits 30 Millionen Deutsche Mitglieder in Communities.
Bereits 30 Millionen Deutsche ab 14 Jahren sind Mitglied in mindestens einer Internet-Gemeinschaft. Diese Werte gehen aus einer repräsentativen Erhebung des Hightech-Verbandes BITKOM, welche in Zusammenarbeit mit dem Institut Forsa entstanden ist. Es wurden über 1.000 User befragt: „Communities sind die große Erfolgsgeschichte des Web 2.0. Kaum ein Segment des Internets boomt so stark“, meint laut Pressemitteilung BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.
Auch die Motivlage der Nutzer wurde ausgelotet. An erster Stelle steht für die meisten der Wunsch, bestehende Kontakte zu Freunden und Bekannten zu pflegen – für 78 Prozent der Befragten ist das definitiv der wichtigste Grund sich einer Online-Gemeinschaft anzuschließen. Doch jeder Dritte (30 Prozent) möchte im Internet neue Freude oder Bekannte finden.
Gibt es noch mehr Motive? Betrachtet man sich das Internet, führt sich dessen Möglichkeiten vor Augen, werden sofort die vielen und leicht zugänglichen Kontaktmöglichkeiten erkannt. So drängen sich doch ziemlich schnell folgenschwere Fragen auf: Verführt dieses Medium zur Untreue? Und wie gehen Frauen und Männer mit einer solchen Angst um?
Empirische Erhebungen und somit harte Fakten über Personen, die sich zu ihrer bestehenden Partnerschaft in Singlebörsen, Foren, Chats oder Communities kurze Affären suchen, gibt es nicht. Eine weitere Schwierigkeit besteht in der geschlechterverschiedenen Besetzung des Wortes „Untreue“. Im Fachmagazin „Psychological Science“ beschäftigen sich die Forscher Kristen Kelly und Kenneth Levy mit dem Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Eifersucht – Frauen empfinden eine emotionale Untreue in der Regel als größten Vertrauensbruch, während Männer hingegen einen sexuellen Seitensprung schwer verkraften können.
Die Wissenschaftler berufen sich bei ihren Studien auf die Aspekte „Vertrauen“ und „emotionale Bindung“. So wird eindeutig festgehalten: diese Faktoren spielen eine relativ große Rolle – größer als wie bisher angenommen, evolutionäre Faktoren. Menschen fühlen sich generell in einer engen Beziehung wohl und erfahren ein Gefühl der Sicherheit. Andere wiederum sehen kein Problem damit, auf große Nähe zu verzichten. Bei diesen Probanden gehen die Wissenschaftler davon aus, dass diese sich sehr viel mehr über ein sexuelles als ein emotionales Fremdgehen ihres Lebensabschnittsgefährten ärgern. Im Umkehrschluss kann festgehalten werden: Versuchspersonen, die sich emotional stark gebunden einschätzen, reagieren sehr geschockt, wenn sich der Partner aus der gemeinsamen Bindung löst.
Je nachdem, wie man persönlich einen Seitensprung oder Untreue definiert, birgt das Internet natürlich gewisse Verlockungen. Durch diverse leicht zugängliche Partnerbörsen, virtuellen Kontaktanzeigen, oder Datingmöglichkeiten ist es generell sehr einfach, Leute mit den gleichen Interessen und Absichten kennen zu lernen. Doch kann nun davon ausgegangen werden, dass das Internet zur Untreue verführt? Wenn man ehrlich ist: Am Ende ist es doch nur ein technisches Instrument, welches von dem einzelnen User davor zum Fremdgehen eingesetzt wird.




