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3. Oktober 2009

Partnersuche Online: Psychologin warnt vor "intellektuellem Gefälle"

Ein intellektuelles Gefälle in Beziehungen kann zu langfristigen Problemen in der Partnerschaft führen. Darauf hat die Paarberaterin Lisa Fischbach hingewiesen. Im Interview mit Partnersuche.org spricht die ElitePartner-Psychologin über die Bedeutung von Bildung in der Liebe, über das Problem von Snobismus bei der Online-Partnersuche und über die Fehler der Jedermann-Partnerbörsen.

Partnersuche.org: Frau Fischbach, die aktuelle W3B-Studie hat sich mit der Erfolgsquote von Partnerbörsen beschäftigt. Der Studie zufolge wird ElitePartner wahrgenommen als die Partnerverimttlung mit der höchsten Erfolgsquote - bei Akademikern. Ist das nicht langweilig, wenn die Akademiker alle unter sich bleiben und im eigenen intellektuellen Saft schwimmen?

Fischbach: Nein, überhaupt nicht. Der Wunsch, einen Partner mit vergleichbaren Bildungshintergrund zu finden, zeigt  das Bedürfnis, sich mit ihm auf gleicher Augenhöhe auseinanderzusetzen. An dieser Stelle ist Übereinstimmung angestrebt, das sagt aber nichts über ein Zuviel an Harmonie aus. Unterschiedliche Temperamente und Bedürfnisse liefern noch genug Spannung.

Haben Beziehungen mit starkem Bildungsunterschied denn schlechtere Überlebenschancen?

Bei einem starken Bildungsunterschied existiert immer ein intellektuelles Gefälle, dass zu Problemen führen kann, weil sich einer überlegen, der andere unterlegen fühlt. Für das Gelingen einer Partnerschaft muss der Bildungsunterschied von Beiden toleriert werden. Ganz wichtig ist dabei, respektvoll miteinander umzugehen und dem Partner nicht das Gefühl zu geben, intellektuell nicht zu reichen.

Wie wichtig ist Bildung in Beziehungen?

Menschen fühlen sich miteinander wohl, fühlen sie sich verstanden, können sich gegenseitig beraten, austauschen und geistig anregen. Ein gemeinsames Level an Bildung ist dafür hilfreich.

Gerät ElitePartner nicht in Gefahr, durch die Spezialisierung auch ein bisschen snobistisch isolierend zu werden?

Nein. Elitepartner widmet sich konsequent den Ansprüchen eines bestimmten Klientel, in unserem Falle sind das halt Akademiker. Wir entsprechen nur dem Bedürfnis nach ähnlichem Bildungshintergrund, besonders dem bei Frauen. Das dies eine gewisse Bildungshomogamie unterstützt, ist nicht aktiv von uns forciert, sondern ein Gesetz auf dem Partnerwahlmarkt.

Wie gelingt es ElitePartner, bei den Akademikern so erfolgreich zu sein?

Bei ElitePartner ist die Zielgruppe klar abgegrenzt: hier flirten bildungsstarke Singles auf der Suche nach der Liebe fürs Leben. Andere Partnervermittlungen haben alle Dämme eingerissen, dadurch wurde die Mitgliederstruktur verwässert. Daraus entsteht eine recht beliebige Jedermann-Struktur. ElitePartner hingegen hat sich immer an der Spezialisierung auf besonders niveauvolle Singles festgehalten - daher kommt unser Erfolg bei den Akademikern. Dafür sind wir auch bereit, auf die breite Masse an Mitgliedern zu verzichten und lieber etwas kleiner zu bleiben.

 

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